Nahezu jedes dritte Unternehmen war in den letzten zwei Jahren von Wirtschaftskriminalität betroffen - große Unternehmen trifft es fast doppelt so häufig wie kleine Unternehmen.

Die Wirtschaftskriminalität in deutschen Unternehmen steigt deutlich an. Die Fallzahl liegt deutlich über dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre (65.484 Fälle). PwC Communications, PwC Germany

Die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich für qualifizierte Wirtschaftskriminalität hat die Strafuntersuchung wegen Urkundenfälschung und weiterer Delikte abgeschlossen und Remo Stoffel durch Strafbefehl mit einer bedingten Freiheitsstrafe bestraft. Die Anschuldigungen kamen dabei zu fast gleichen Teilen von Mitbewerbern, Aufsichtsbehörden, Mitarbeitern sowie Kunden.Am häufigsten sahen sich diese Unternehmen mit dem Korruptionsvorwurf konfrontiert (36 Prozent), gefolgt von Bilanzfälschung (31 Prozent) und Vermögensdelikten (24 Prozent).Auffällig in der weltweiten Betrachtung: Die Täter sind ebenso häufig Mitarbeiter (37 Prozent) wie Externe der betroffenen Unternehmen (39 Prozent).
Vor allem bei Angriffen von außen können gezielt implementierte Abwehrmaßnahmen einen wirksamen Schutz vor finanziellen Verlusten bieten.

Am häufigsten betroffen waren Unternehmen tatsächlich von Diebstahl und Unterschlagung (46 Prozent), von Betrug und Untreue (43 Prozent) sowie Datendiebstahl/Datenmissbrauch (31 Prozent).Überwiegend werden wirtschaftskriminelle Handlungen durch offene Hinweise Unternehmensangehöriger entdeckt (55 Prozent).

Was haben die aktuellen Fälle S&K, P&R und (ganz frisch) Allianz gemeinsam? Ob derartige Fälle in den Bereich der Wirtschaftskriminalität fallen, wird jedes Mal neu und abhängig vom Fall entschieden. Bemerkenswert ist, dass obwohl weltweit jeder fünfte Befragte angab, dass die schwerwiegendste Straftat von einem Verkäufer beziehungsweise Zulieferer ausging, die Hälfte der Unternehmen aber kein ausgereiftes Risikomanagementprogramm für Geschäftspartner etabliert hat.



Von denjenigen, die mit Wirtschaftskriminalität konfrontiert waren, gab fast jeder Dritte an, ein anderer Akteur habe ihn der Korruption oder eines anderen Wirtschaftsdelikts beschuldigt. © 2017 - Fri Aug 28 00:11:37 UTC 2020 PwC. Die weltweit Befragten berichteten von mehr als 11.500 Fällen von Wirtschaftskriminalität, mit einer Gesamtschadenssumme von 42 Milliarden US-Dollar.Auch global gibt knapp die Hälfte aller befragten Teilnehmer (47 Prozent) an, innerhalb der letzten 24 Monate Opfer von Wirtschaftskriminalität geworden zu sein. Aufgedeckte Fälle sind oft allein auf glückliche Umstände zurückzuführen.
Deutlich ist auch der Unterschied bei betrügerischen Aktivitäten im Einkauf: Global waren 19 Prozent der befragten Unternehmen betroffen, in Deutschland knapp halb so viele (zehn Prozent).In diesem Jahr wurden die Teilnehmer der Studie zusätzlich gefragt, ob das eigene Unternehmen beschuldigt wurde, eine Wirtschaftsstraftat begangen zu haben. Vor allem Straftaten wie Betrug durch Kunden, Cyberkriminalität und Vermögensdelikte beeinträchtigten Unternehmen deutschland- und weltweit auch wirtschaftlich. Unternehmen erkennen dabei zunehmend einen Mehrwert in digitalen Compliance-Maßnahmen.“71 Prozent der Befragten gaben an, sich durch eine Digitalisierung des Compliance-Umfelds auch im Kampf gegen Wirtschaftskriminalität besser geschützt zu fühlen.Wir betreiben und überwachen für Sie einen Cloud Security Dienst aus Deutschland. Ein solches System sollte aufzeigen, wie die Inhalte der Programme zur Prävention von Wirtschaftskriminalität laufend auf ihre Aktualität und Vollständigkeit hin überprüft werden und natürlich, dass diese Programme auch tatsächlich wirkungsvoll Fehlverhalten vorbeugen und solches auch aufdecken können.