Malin Büttner. Malin Büttner. Frankfurt/Main 2005. Entsprechend liegt der Fokus der Untersuchung „[…] auf der Geschichte des Bannes G und der nationalsozialistischen Propagandaarbeit sowohl für als auch gegen gehörlose Menschen“ (13). Infolgedessen kam es an einer Vielzahl von Taubstummenschulen und –anstalten zur Aufstellung gehörloser HJ-Einheiten, die schließlich im Dezember 1934 in einem eigenen, reichsweiten ‚Bann G’ zusammengeschlossen wurden.Im Gegensatz zur ‚hörenden’ HJ blieb der ‚Bann G’ organisatorisch fest mit den Gehörlosenschulen verbunden: die HJ-Führer auf höheren Ebenen „waren allesamt Taubstummenoberlehrer“ (83). Denn mit der ‚Machtergreifung’ der Nationalsozialisten sei es im Bereich der Sonder- und damit auch der Gehörlosenpädagogik zu einem utilitaristischen Paradigmenwechsel gekommen. Ein Bezug zu den Gehörlosen bleibt in diesem Themenkomplex ausgespart.Verspricht Büttner mit den Überschriften der Kapitel 5 („Propaganda gegen Gehörlose“, 39-51) und 6 („Propaganda für Gehörlose“, 53-72) sich wieder ihrem Klientel zuzuwenden, kann der Leser bei der weiteren Lektüre enttäuscht sein. 1983. Motto: Der Weg ist das Ziel! Malin Büttner moderiert seit 2008 die ARD- Kindernachrichtensendung „neuneinhalb“ und tritt seit 2007 mit eigenen. File: /home/ah0ejbmyowku/public_html/application/controllers/Main.phpWeet je zeker dat je je lidmaatschap bij ons wilt opzeggen? Malin Büttner ist verheiratet und Mutter von drei Töchtern. Klee, Ernst: „Euthanasie“ im NS-Staat. File: /home/ah0ejbmyowku/public_html/application/views/page/index.php Beiträge zu ‚erbbiologischen’ und ‚rassenhygienischen’ Themen fänden sich in dem Blatt überraschender Weise nur selten.Die Hitlerjugend, so resümiert Büttner, habe auf viele gehörlose Kinder eine große Faszination ausgeübt, und die Anerkennung der Gehörlosen in der HJ „[…] bedeutete gleichzeitig die wichtige Einreihung in die ‚Volksgemeinschaft’ und damit ein Stück ‚Normalität’ im Dritten Reich“ (118). ): Pädagogen und Pädagogik im Nationalsozialismus. Die „Vernichtung lebensunwerten Lebens“. Im Wesentlichen stützt sie sich auf zeitgenössische Veröffentlichungen – wie etwa „Die deutsche Sonderschule“ und „Die Quelle“, eine Monatsschrift, die als offizielles Presseorgan des ‚Bannes G’ für Gehörlose in der Hitlerjugend herausgegeben wurde. Juli 1933 schätzungsweise 15 000 gehörlose Menschen in Deutschland (zwangs)sterilisiert und etwa 1 600 Gehörlose im Zuge des so genannten Euthanasieprogramms ‚T 4’ ermordet wurden. Diese Propagandamaßnahmen wandten sich jedoch nicht ausschließlich und zumeist auch nicht ausdrücklich nur gegen gehörlose Menschen, sondern sie richteten sich gegen jedwede, vermeintlich vererbbare ‚Volksschädigung’: ‚Geisteskrankheit’, ‚Verbrechertum’ oder Alkoholismus. 3 und Kap. Das verweist auf eine ungünstige Anlage der Untersuchung hinsichtlich der Relation zwischen der Anzahl der bearbeiteten Aspekte und dem wünschenswerten, materialgesättigten Umfang der einzelnen Punkte. Zweifellos widersprach eine Sonderformation für Gehörlose dem offiziellen Propagandakurs der NSDAP. Alleine deshalb gebührt der Studie von Büttner ein großes Verdienst.Bei der Studie handelt es sich augenscheinlich um eine Magisterarbeit, die im Schnittfeld von Geschichte und Kommunikationswissenschaften verfasst wurde. File: /home/ah0ejbmyowku/public_html/application/views/user/popup_harry_book.php [2] vgl. Die Konzentration auf das eigentliche Thema hätte eine stärkere Einbindung der Quellen ermöglichen können, vor allem der Mitgliedszeitschrift und der Zeitzeugenaussagen, deren Analyse leider nur am Rande erfolgt. Die Autorin zeigt zwar die verschiedenen Facetten, Inhalte und Argumentationsweisen der ‚rassenhygienischen’ Propaganda auf – etwa die Metapher der ‚Heilung des Volkskörpers’, ökonomische, ‚humanitäre’ sowie ethisch-religiös ausgerichtete Argumentationen – und belegt deren lebensweltliche Verankerung mit anschaulichen Beispielen (Kinofilme, Mathematikunterricht, Broschüren etc.). Oftmals geht die thematische Breite auf Kosten einer vertiefenden Darstellung, wenn dies als Maßstab an eine Magisterarbeit angelegt werden darf. Mein Weg zu neuneinhalb: Ich arbeite seit der ersten Sendung hinter den Kulissen von neuneinhalb, als Redakteurin. Ellger-Rüttgardt, Sieglind: Die Hilfsschule im Nationalsozialismus und ihre Erforschung durch die Behindertenpädagogik.