Zusammen mit einer Firma, die Heidemanns allein gehört, produziert diese „Markus Lanz“ und andere Fernsehformate mit und ohne Lanz. Die Chance für Politiker besteht durch die längere Strecke und persönliche Fragen darin, dass sie bei Lanz auch mal erzählen können, wie sie Kartoffelsuppe kochen, und so das grundsätzliche Gefühl erzeugen, sie seien eigentlich ganz okay – als Politiker und als Kartoffelsuppenkoch.Allerdings kann man bei Lanz auch verlieren, weil das Prinzip dieses „One-on-one“ die Herstellung von Nähe ist, was eben auch die Herstellung von persönlicher Verletzbarkeit beinhaltet.
Inzwischen sehe ich mir öfters seine Sendung an. Gerne als Leserkommentar unter dem Text auf taz.de oder über das
Er schreibt die Vorstellungen der Gäste selbst, „um einen gewissen Grundton vorzugeben“.
Er war ein messerscharfer Analytiker der Politik und ihres Personals. Macht ihm ein Gesprächspartner klar, dass er nicht das Zentrum der Welt darstellt und auch andere Standpunkte als seine gut durchdacht und richtig sein können, dann reagiert er mimosenhaft bis kontrolliert aggressiv.Beim ZDF gibt es glücklicherweise auch positive Aspekte.
Welzer fragt Heil, wofür eigentlich das Nummernschild der direkt unter dem Balkon parkenden Ministerlimousine stehe (PE).
Bei einer mir unsympathischen linkskonservativen Politikerin war ich begeistert, wie scharf Lanz fragte, und dachte: Sooo muss man es machen. Ansonsten bietet Lanz ja nicht nicht nur eine warme Unterkunft mit Wasser für Lauterbach - Gysi kann mindestens als Dauerferiengast bei Lanz bezeichnet werden.Lanz muß man/frau nicht mögen - aber Ihn als Oelauge (schmierig) zu bezeichnen trifft es einfach nicht - diese Art von Pseudo Linken sollten sich Nachhilfe bei Kühnert abholen - der bei Lanz immer zur Höchstform aufläuft.Das der Mann ungefähr so sympathisch ist wie Idi Amin ... seis drumDieser taz Beitrag von Peter Unfried setzt, so will es mir scheinen, dabei in Form und Länge hoch ambitioniert eine Benchmark mit Alleinstellungsmerkmal.Ich frage mich, ob Werner Höfers Frühschoppen mit Markus Lanz Sendung neue Urständ feiert. Ein sehr guttaussehender Mann mittleren Alters und einer, der polarisiert: Markus Lanz Markus Lanz gilt als schleimig und neoliberal, für manche gar als Hassfigur.
Kam der nicht vom „Privatfernsehen“?
So versuchte er dem Grünen-Bundesvorsitzenden Robert Habeck zu unterstellen, seine Partei sei im Abstieg begriffen. Hier geht es vor allem um Fotografie.
Ein Lanz-Fan dürfte Lindner heute genauso wenig sein wie Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), der mal bei der Verteidigung seiner Pkw-Maut immer tiefer ins Märchenerzählen abglitt. Was würden wir nur ohne ihn machen.
Schleimiger Unterhaltungsfuzzi. Der Ideologe war also ich.Was man als Argument gegen Lanz hört: Er „polarisiere“. Wer selbst Interviews führt, weiß, dass es nicht so einfach ist, mehr als dreimal nachzufragen, wenn nur Blabla kommt.
Dann wird es für den Politiker ernst, und er muss höllisch aufpassen, dass er nicht als Verlierer das Studio verlässt. Aber es war doch auffallend, dass er offenbar intensiv an seiner Entwicklung arbeitete. Die Redaktion besteht aus etwa 15 Leuten, aus Kerner-Zeiten ist fast niemand mehr dabei.
Allerdings war die legendäre Samstagabendshow damals schon ein strunzlangweiliges Zombieformat, weil sich die Welt einfach verändert hatte.Von Kerner erbte Lanz auch – und damit kommen wir zur Der andere Heidemanns ist anderthalb Jahre jünger, heißt Markus, und zusammen bildeten die beiden Brüder eine bisweilen synergetische Achse. 190E Cabrio und 5.0 V8 - Mercedes-Umbauten der 80er-Jahre. Seine Performance wurde besser, er gewann mit seinem Format, im Gegensatz zu den anderen Talkshow-Kollegen mit jeweils einem Gesprächspartner ein intensives Gespräch zu führen selbst auch an Format. Klassische Politikberichterstattung kommt ihm nicht bei. Zwei Schmeißfliegen mit einer Klappe.Bis vor Kurzem war es in den medienkritischen Milieus grundsätzlich üblich, Markus Lanz und seine gleichnamige Sendung entweder zu ignorieren oder blöd zu finden. Seine Gesprächssendung läuft seit 2009 im Spätprogramm des ZDF. Diese Emotionen sind heute weniger in der Kultur, der Musik, den Königs- und/oder Trashhäusern, sondern sie sind im Politischen, genauer im Vorpolitischen.Die üblichen Promistorys sind öde, die alten Künstlerheldenfiguren des Widerständigen und der gesellschaftlichen Liberalisierung funktionieren nur noch begrenzt.
Dann wird es frostig, aber dann wird es auch interessant, wie man bei Lanz, der zur Not sechsmal die gleiche Frage stellt, sieht. Aber unsern Repeat-Player - fertigte mal eine Dame derart ab - die ihn schon aus der südwestdeutschen Tingelprovinz scheint’s gut kannte: “Ach - bringt er hier inne taz immer noch sein verschwurbeltes Zeugs?! Er ist der Mann des „One-on-one“, wie dieses Format genannt wird.
Übersprungshandlung oder Ritual?
Der Spindoktor eines Spitzenpolitikers sagt, die Lanz-Redaktion finde Dinge über seinen Mann heraus, die er selbst nicht wusste, aber er schickt ihn dennoch gerne hin, weil er sich dort entfalten könne und nicht wie ein Gladiator eingesetzt werde.
der Moderator quasselt, bis der Schoppen nachgefüllt wird, die Gäste befinden sich auf gegenseitiger Treibjagd, ein Gespräch untereinander findet nahezu nicht statt, weil alle auf lanz schauen, wie die Maus auf die Schlange beim Frontalunterrichtkurz - Eine eine etwas sehr langatmig - Gähn - geratene - Gähn…Wird allerspätestens & dringend zum Ölwechsel Führungskräfteschweiß geraten.Alle Rechte vorbehalten.
Andere finden, er macht den besten Polit-Talk des Landes.
Ihm fehle die „Wärme“, er wirke „unsympathisch“, weil er zwischen dem Superfreundlichen und dem Superscharfen hin- und herswitsche.
Weil aber Lanz und seine Redaktion dreimal die Woche sendeten, lieferten sie ganz nah an Politik und Wissenschaft das tägliche Update der Lage.Wenn das jetzt alles ein bisschen sehr positiv klingt, dann ist der richtige Zeitpunkt, um die grundsätzliche Frage zu stellen, ob und inwiefern Lanz widerspiegelt, dass Politik die neue Unterhaltung geworden ist.
Ich meine, dabei zeigte sich sein wahrer Charakter. „Vom Wendler zu Schäuble ist ein weiter Weg“, sagt Lanz, und das meint so viel wie: vom Trashunterhalter zum Politikdurchdringer.